Boarden oder Skifahren?
23. Juni 2006 von Thomas BartelMein Ergebnis geht eindeutig Richtung Skifahren. Ich kann zwar selbst auch etwas Boarden, doch der Funke ist nie auf mich übergesprungen. Im Folgenden möchte ich kurz darstellen warum dies so ist.
In den 90er Jahren ließ die Bauweise von Skiern eine extreme Tallierung vom Ski nicht zu, so dass auch keine extreme Radien auf Skiern gefahren werden konnten. Dies war auch die Zeit, in der das Boarden seine größten Zuwächse aufweisen konnte. Doch Ende der 90er bzw. nach dem Milleniumwechsel konnte eine Bauweise aus dem Flugzeugbereich für Ski übernommen werden, die die Radien der Boards noch auf unter 10m unterbieten konnte.
Ab diesem Zeitpunkt war der entscheidende Vorteil des Boards nicht mehr gegeben.
Ganz im Gegenteil, man nimmt einige Nachteile auf dem Board in Kauf:
- Man ist mit beiden Beinen auf einem Untergrund fixiert. Dies schränkt die Bewegungsmöglichkeiten ein. Hinzu kommt, dass man stets ein instabiles Gleichgewicht in der Kurvenlage handeln muss.
- Man verfügt über keine Stöcke, die einem das Aufstehen, das Anschieben und das Fortbewegen im Gelände vereinfachen. Im Gelände muss der Boarder abschnallen und sackt ein.
- Um zu liften, muss man stets ein Bein Abschnallen. Dies geht nur durch mühsames Abschnallen mit Bücken. Sollte man über eine Step-In-Bindung verfügen, hat man zwar einen höheren Komfort beim An- und Abschnallen, nimmt dafür aber eine geringere Kraftübertragung beim Steuern in Kauf.
- Schlepplifte verursachen in der Regel Schmerzen, da Sie auf der Innenseite eines Schenkels anliegen.
- Die unnatürlich fixierte Position lässt kaum Variationen bezüglich des Schwungtyps zu. Dies macht das Boarden schnell monoton.
- Aufgrund des instabilen Gleichgewichts ist der Skifahrer sowohl auf der Piste als auch im Gelände deutlich schneller.
- Einen eventuellen Vorteil beim Tiefschneefahren, genießen nur ungeübte Fahrer. Der Geübte Fahrer kann auf Skiern wesentlich mehr variieren im Gelände.
- Das Erlernen, eine erste Kurve zu fahren, ist auf dem Board wesentlich schwerer als auf Skiern. Boarden verlangt mehr Minimal-Anforderungen (Gleichgewichtssinn, Kraft und Propeozeption vom Lernenden ab als das Skifahren.
- Man kann mit einem Board so gut wie gar nicht Buckelpiste fahren.
- Das Fahren von Hardboots erlaubt zwar eine höhere Steuerungsqualität als das Fahren von Softboots, sieht jedoch wie man bei den Rennen sehen kann, höchst unnatürlich aus, und ist bereits so gut wie ausgestorben. Der Urlaubsboarder kann in keinem Geschäft mehr Hardboots erwerben.
- Softboots erlauben kein exaktes Fahren. Demnach ist Boarden eine Sportart ohne Ziel, wenn da nicht die Extreme-Games wären.
Alles das dient meiner Begründung, warum Skifahren dem Boarden überlegen ist.
Die Vorteile beim Boarden liegen vor allem im Life-Style, der mit Kleidungswahl und dem persönlichem Auftreten transportiert werden kann. Denn die einstigen Domänen wie Boardercross, Big-Air und die Halfpipe werden mittlerweile ebenfalls auf speziellen Skiern bewältigt und in meinen Augen ist dies dann wesentlich schöner anzuschauen, weil variabler.
Dies ist nicht ausschließlich eine persönlich Wahrnehmung, denn in meinem erweiterten Bekanntenkreis sind zahlreiche Instruktoren für Snowboard, die sich innerhalb der letzten 4 Jahre mal wieder auf die Skier gestellt haben aufgrund der oben beschriebenen Nachteile des Boardens. Dennoch möchte ich noch festhalten, dass ich kein Gegner vom Boarden bin, sondern diese Fortbewegung, sofern Sie beherrscht wird, als äußerst harmonisch empfinde.






Obwohl ich selbst immer mit dem Snowboard unterwegs bin und eigentlich auch ohne “Coolness” davon überzeugt bin, leuchten mir die sachlichen Elemente dennoch ein.
Mal sehen. Vielleicht versuche ich es das nächste Mal im Schnee tatsächlich mal wieder mit Skiern …
Hallo!
weiterso. ich kann nicht genug vom schnee bekommen. und wenn ich den schon nicht so oft unter den füßen spüren kann, dann wenigstens so oft es geht davon lesen
beim planen des nächsten snow-urlaubes auf dieses blog gestoßen. nett hier
eine frage: Was ist “Propeozeption”?
und meine Meinung:
Ich habe nur das Boarden gelernt. Manchmal frage ich mich, ob es nicht mal sinnvoll wäre auch das Skifahren zu lernen. Dann stehe ich aber auf am Lift, schnall die Boards an und kann nicht mehr anders als fahren. Meist mehrere Stunden am Stück, bis die Lifte dicht sind. Deine “Gegenargumente” spüre ich dann jedesmal wenn ich wieder in der Hütte angekommen bin. Die etwsa unergonomische Position auf dem Brett macht mir ordentlich zu schaffen. Wenn ich noch 30ig Jahre älter werde werde ich garntiert damit Probleme bekommen.
… aber dann kann ich ja immernoch Skifahren ;P
Skifahren ist nur was für alte Leute!!!!
Danke für die Frage nach der Propeozeption. Es handelt sich zunächst mal um einen Tippfehler. Gemeint ist “Propriozeption”. Die Propriozeption meint die Tiefensensibilität, bei der es um die Eigenwahrnehmung des Körpers geht. Erst durch die Bewegungsempfindung und das Erkennen der Bewegungsrichtung ist es dem Snowboarder möglich, sich auf dem Brett zu halten und eine Kurve zu steuern (siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Propriozeption).
Hahaha,
das ist ja mal eine völlig unsinnige Argumentation: …sieht höchst unnatürlich aus…man verfügt über keine Stöcke…wird schnell monoton(?).. und dann auch noch langsamer…oh gott, oh gott, oh gott…
Was für ein Quatsch - für oder gegen was soll denn einer der Punkte sprechen? Mir macht beides Spass, aber angesichts dessen, muss ich auch mal ein hochwertiges Argument bringen: Boarden fühlt sich nach wie vor einfach geiler an!
Es handelt sich schließlich nur ume eine individuelle Meinung und nicht um irgendeine Wahrheit.
Dass die Position, die man auf einem Board einnimmt alles andere als natürlich ist, lässt sich nicht bestreiten. Ferner denke ich ich, dass jeder Boarder sich auf einem Ziehweg mal ein Paar Stöcke gewünscht hat. Zu guter letzt ist unbestritten, dass man auf Skiern scghneller unterwegs ist als auf einem Board. Man muss sich lediglich die Rekorde ansehen.
Boarden fühlt sich geil an, keine Frage. Aber wer sagt, dass sich Skifahren nicht auch so anfühlt?! Mittlerweile kann man auf Skiern engere Radien fahren als auf einem Board.
Ich habe gerade im März wieder zwei Tage auf dem Board gestanden. Das nächste Mal werde ich aber auf jeden Fall wieder Skier ausleihen.
Frei nach dem Motto: “Both is best.”
also des mit der buckelpiste stimmt nicht, mit den ski können das nämlich nur die besten und wenn ma gut snowboard fährt machts total spaß sich da auf den buckeln zu spinnen oder oneeighties zu machen ;)ach ja und ich fahr seit 5 jahren snowboard und kanns shcon beser als ski, obwohl ich seit 12 jahren ski fahr
boarden is beschde maan ihc werd scho von burton nitro und titus gesponsort
des is hammer giel!! also an alle skifahrer fangt an mit boarden es lohnt sich!! ;D euer boooarder;)